Interkulturelle Kommunikation – Talleres und Weihnachtskekse

Eine wichtige Tradition unseres Projekts ist das Veranstalten von Workshops, bei denen die Väter und Mütter des Projektes zusammenkommen, sich austauschen und in verschiedenen Aktivitäten zusammenarbeiten. Nach Möglichkeit werden diese Workshops, Talleres genannt, fünf mal im Jahr veranstaltet und haben den Zweck, das Gemeinschaftsgefühl unter den Teilnehmern zu stärken, etwas Neues zu lernen und darüber zu sprechen, wie das Projekt gerade läuft, ob es Verbesserunsgswünsche oder vielleicht Probleme gibt, die man in der Gruppe lösen kann.
Patricia, die Inhaberin des Hostals in dem die meisten Praktikanten und Praktikantinnen unterkommen, ist durch ihr Studium auf Betriebswirtschaft spezialisiert und hat außerdem ein Diplom in sozialer Arbeit. Sie übernimmt daher die tragende Aufgabe der Organisation und Durchführung in Zusammenarbeit mit Lastenia.
Eigentlich waren für 2016 keine weiteren Workshops mehr geplant, aber weil die Weihnachtsferien der Kinder dieses Jahr sehr früh begonnen haben, ging auch das Projekt schon eher in die Weihnachtspause (denn wenn die Kinder schulfrei haben, arbeiten sie auf den Feldern und kommen nicht mehr zum Essen), sodass wir uns zusammensetzten und überlegten,  wie wir die freie Zeit sinnvoll nutzen könnten. Es entwickelte sich die Idee, einen zusätzlichen Workshop zu dem Thema „Interkultureller Austausch” abzuhalten, den Patricia und ich zusammen planen und durchführen wollten. Damit wollten wir den Umstand nutzen, dass gerade jemand aus Deutschland vor Ort war, um über kulturelle Besonderheiten, unterschiedliche Lebensstile und Vorurteile zu sprechen, denn gerade solch sensiblen Themen bespricht man ja oft besser „Face to Face” um sich leichter zu verstehen.
Also begannen wir zu planen, welche Schwerpunkte wir setzen wollten: Wie ist das Leben in Nicaragua, wie in Deutschland? Wie leben wir mit unseren Familien und wer ist eigentlich alles dabei in unserem Projekt? Zur Unterstützung hatten wir Steckbriefe von der ehrenamtlichen Gruppe aus Deutschland zugeschickt bekommen in denen jeder einzelne vorgestellt wird, außerdem wollten wir alle zusammen ein Theaterstück aufführen, das während des Workshops entstehen sollte. Dann beschlossen wir, anlässlich zur Vorweihnachtszeit, das Ganze mit dem gemeinschaftlichen Backen von Weihnachtskeksen abzurunden und den Workshop somit auf zwei Tage aufzuteilen, einen für Gruppenarbeiten und Besprechungen, und einen um ein typisch deutsches Rezept zu verköstigen.
Wir entwickelten einen Budgetplan, in dem wir das Material für Aktivitäten, Verpflegung während des Workshops und die Backzutaten auflisteten, sagten allen Bescheid und bereiteten die Einladungen vor.
Leider kam dann alles anders als gedacht und aufgrund eines Krankheitsfalls konnte der Workshop dann doch nicht Mitte Dezember stattfinden, sondern wird erst in den kommenden Monaten veranstaltet. Da bin ich dann leider nicht mehr in Nicaragua, natürlich ist das sehr schade und ich wäre unglaublich gerne dabei gewesen, aber die Gesundheit hat selbstverständlich immer Vorrang und all unsere Vorbereitungen sind nicht verloren, sondern werden in Kürze von Patricia und Lastenia umgesetzt. Während der Planung habe ich auf jeden Fall sehr viel gelernt, besonders weil Patricia jahrelange Erfahrung hat und mir viel erzählen konnte. Somit bin ich sehr froh über die Möglichkeit, aktiv an der Organisation beteiligt gewesen zu sein und sicher, dass der Workshop ein voller Erfolg wird!
Saludos, Lena
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